Planlos Unterwegs

Keine Ziele – nur Wege
  1. Mailand

    2013 Mailand 1Mailand ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch wenn unserer leider mit etwas unangenehmen Begleitumständen begann. Durch einen Streik der Belegschaft im öffentlichen Nahverkehr war unsere Bewegungsfreiheit doch etwas eingeschränkt. Außerdem durften wir feststellen, dass es in Italien scheinbar Aufgabe des Militärs ist, den Willen der katholischen Kirche durchzusetzen. Wir empfanden es jedenfalls nicht unbedingt als angenehm von Soldaten mit automatischen Waffen auf die Kleidervorschriften im Dom hingewiesen zu werden. Eine kurze Betrachtung der Situation lässt außerdem den Schluss zu, dass selbige Vorschriften bzgl. der korrekten Ärmel und Hosenbeinlänge einen direkten Bezug zur aktuellen Gemütsverfassung des Bewaffneten haben.

    2013 Mailand 2Aber sei’s drum. Der Dom jedenfalls ist ein beeindruckendes Stück Archetektur und bildet, ob seines Standortes, einen guten Ausgangspunkt für die weitere Erkundung der Stadt, welche natürlich eine Stippvisite bei der Scala beinhalten sollte. Von außen ist das berühmte Operhaus eher unscheinbar, da es aber nur wenige Schritte vom Dom entfernt (nur kurz durch den großen Torbogen zur linken) liegt, schadet ein Blick nicht. Außerdem kann man auf dem Weg noch Leonardo da Vinci guten Tag sagen, der in Mailand seine beispiellose Karriere begann.

    Wie alle großen Städt ist Mailand ungeheuer laut. Insbesondere deswegen ist es ein Erlebnis seine Schritte nach San Marco zu lenken. Durch ihr unscheinbares Äußeres ist das Gotteshaus nicht allzu stark frequentiert, bietet aber ein durchaus ansehnliches Inneres. Wirklich faszinierend ist aber die nahezu absolute Stille im Inneren. Es scheint fast, als schluckten die Mauern jedes noch so kleine Geräusch.

    Wer der Straße weiter folgt gelangt unweigerlich zu den Resten der Stadtmauer. Diese gepflegte Anlage vermittelt einen guten Eindruck vom mittelalterlichen Mailand und mündet im Stadtpark. Folgt man den Pfaden stur gerade aus, gelangt man zum Friedensbogen hinter dem sich, besonders in den Abendstunden interessant, viele kleine Bar die Straße entlang angesiedelt haben.

    2013 Mailand 6Wer sich in der Zeit zwischen 18 und 22 Uhr hier her verirrt, der kann einer lokalen Eigenheit frönen. Die Bars bieten zu dieser Zeit alle samt ein großes Buffet an, für das nichts berechnet wird, solange man mindestens einen Cocktail trinkt. Uns hatte es die Bhangrabar angetan, die ein hervorragendes afrikanisch angehauchtes Buffet bietet. Pizza gibt es übrigens in allen Bar’s, wer sich aber die Chance auf jede Menge exotischer Köstlichkeiten mit einem schnöden Teigfladen vertun will, ist selbst schuld.

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    Mailand (Lombardei, Italien)

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  2. Genua

    2013 Genua 3Genua haben wir in den Abendstunden besucht, was sich als Glück erwies. Die drückende Hitze, in letzer Zeit ein ständiger Begleiter, hatte sich weitgehend zurückgezogen. Außerdem waren nicht mehr annähernd so viele Menschen unterwegs wie tagsüber. Da wir im Augenblick bis weit nach 22 Uhr Sonnenlicht haben konnten wir die Stadt in aller Ruhe erkunden.

    Wie jede andere Stadt einer gewissen Größe, hat auch Genua schöne und weniger schöne Ecken. Hier liegen diese Unterschiede recht nah beieinander. Obwohl die „Le Strade Nuove“ zum Welterbe der UNESCO gehören, braucht man nur eine Gasse weiter zu gehen, um sich in einem recht verwahrlosten Außenbezirk zu wähnen.

    Damit möchte ich aber keineswegs von einem Besuch der Stadt abraten. Im Gegenteil, es lohnt sich sehr. Die Prachtstaßen der Stadt sind faszinierend und an vielen Stellen finden sich interessante Kleinode wie Parks, Palazzi und Statuen.

    Den Hafen sollte man sich auch ansehen. Wir hatten das Glück mitten in einen Basar der Kulturen zu platzen und uns ein wenig die Handwerkskunst unterschiedlicher orientalischer Länder anzusehen.

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    Genua (Ligurien, Italien)

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  3. Nizza

    2013 Nizza 3Um ein Haar hätte ich Nizza mit Cannes in in einen Topf geworfen. Die berühmte Strandpromenade der Stadt ist in der Tat wenig spektakulär. Es ist voll. Es ist laut. Es ist verbaut.

    An den Kiesstrand selbst gelangt man nur an den Ausläufen der Promenade auf einem winzigen öffentlich zugänglichen Streifen. Der Rest ist im Besitz diverser Hotels und Restaurants, die sich für den Zugang fürstlich entlohnen lassen und lange Stege mit Liegen in die Bucht gebaut haben. Ich persönlich bezweifle ja den Erholungswert einer von jedem Punkt der Promenade einsehbaren Pritsche mit Service … aber jeder wie er mag.

    Wirklich sehenswert hingegen ist die nur ca. eine Minute Fußweg von der Promenade entfernte Altstadt. Diese ist zwar nicht besonders groß, aber herrlich verwinkelt und ein Sammelsurium der unterschiedlichsten Baustile. Die bunten Häuser umstehen am Eingang einen kleinen, von Restaurants gesäumten, Marktplatz. Hier kann man den üblichen touristischen Tand, aber auch frische Lebensmittel und Handarbeiten zu durchaus vernünftigen Preisen erwerben. Auch die Restaurants sind keineswegs überteuert.

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    Nizza (Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreich)

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